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AP1 Herbst 2022 Aufgabe 1 - Lösung Hübscher

AP1 Herbst 2022 Aufgabe 1 Lösung Justin Hübscher


a) Marktform

aa) Aktuelle Marktform:

  • Die vorliegende Marktform mit wenigen Anbietern und vielen Nachfragern wird als Angebotsoligopol bezeichnet.

ab) Zukünftige Marktform:

  • Mit zunehmender Zahl von Anbietern wird sich die Marktform zu einem Polypol entwickeln.

b) Projektschritte und inhaltliche Aspekte

  1. Projektinitiierung

    • Identifikation eines Problembereichs und Festlegung der Projektziele.
  2. Beschreibung des Istzustands

    • Analyse der aktuellen Produktionsprozesse und Identifikation von Schwachstellen.
  3. Definition des Sollkonzepts

    • Festlegung der angestrebten Automatisierungsziele und Anforderungen an neue Technologien.
  4. Planung

    • Erstellung eines Zeitplans, Budgetplanung und Ressourcenzuweisung.
  5. Umsetzung

    • Installation der Automatisierungssysteme und Schulung der Mitarbeitenden.
  6. Überprüfung der Zielerreichung

    • Vergleich der Projektergebnisse mit den definierten Sollzielen und Durchführung von Tests.
  7. Ausblick

    • Identifikation von Optimierungspotenzialen und Planung weiterer Maßnahmen.

c) Stakeholdergruppen und Einfluss

  1. Geschäftsleitung

    • Einfluss: Bereitstellung finanzieller Mittel, Festlegung strategischer Vorgaben.
  2. Mitarbeitende der Produktion

    • Einfluss: Akzeptanz der neuen Technologien und aktive Mitwirkung bei der Umsetzung.
  3. Kunden

    • Einfluss: Anforderungen an die Qualität und Lieferzeiten der Produkte, die durch das Projekt beeinflusst werden.

d) Vor- und Nachteile eines externen Projektberaters

Vorteile:

  1. Bringt Expertenwissen und Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten ein.
  2. Objektive Sichtweise, da keine internen Abhängigkeiten bestehen.

Nachteile:

  1. Höhere Kosten im Vergleich zu internen Fachkräften.
  2. Eingeschränktes Wissen über die unternehmensspezifischen Prozesse.
  3. Potenzieller Widerstand von Mitarbeitenden gegen externe Einmischung.

e) Berechnung des effektiven Stundensatzes interner Fachkräfte

Gegeben:

  • Arbeitstage: 260 − 30 (Urlaubstage) − 5 (Krankheitstage) − 5 (Feiertage) = 220
  • Arbeitsstunden pro Tag: 7,8 Stunden
  • Jahreskosten: 140.000 EUR

Rechnung:

  • Gesamtarbeitsstunden = 220 × 7,8 = 1716 Stunden
  • Effektiver Stundensatz = 140.000 / 1716 ≈ 81,59 EUR

Ergebnis:

Der effektive Stundensatz der internen Fachkräfte beträgt 81,59 EUR.


f) Dienstvertrag oder Werkvertrag

Empfehlung: Werkvertrag

Begründung:

  • Beim Werkvertrag verpflichtet sich der Berater zur Erbringung eines klar definierten Ergebnisses (z. B. eine Automatisierungslösung).
  • Vorteile des Werkvertrags:
    • Bessere Planbarkeit der Ergebnisse.
    • Verteilung des Risikos auf den Berater.

Test Lösungen

a)

  • aa) Aktuell handelt es sich um einen Oligopol-Markt. Dies bedeutet, dass nur wenige Anbieter auf dem Markt sind, während viele Nachfrager existieren.

  • ab) Wenn immer mehr Anbieter auf den Markt drängen, entsteht ein Polypol, bei dem viele Anbieter mit vielen Nachfragern um Marktanteile konkurrieren.


b)

Projektschritte, z. B.Inhaltlicher Aspekt, z. B.
1. ProjektinitiierungAnalyse der Marktanforderungen und der bestehenden Qualitätsprozesse
2. Beschreibung des IstzustandsErhebung der aktuellen Prozesse, Identifikation von Schwachstellen
3. Definition des SollkonzeptsFestlegung der Qualitätsstandards und der notwendigen Prozessänderungen
4. PlanungErstellung eines detaillierten Zeitplans und Ressourcenplanung
5. UmsetzungImplementierung des Qualitätsmanagementsystems, Schulung der Mitarbeiter
6. Überprüfung der ZielerreichungDurchführung von Audits, Bewertung der Systemeffektivität
7. AusblickLangfristige Sicherstellung der Qualität durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse

c)

Drei Gruppen von Stakeholdern und deren Einfluss:

  1. Interne Stakeholder (z. B. Mitarbeiter und Abteilungsleiter)

    • Einfluss: Sie sind direkt in die Umsetzung des QMS eingebunden und können durch ihr Engagement den Erfolg des Projekts maßgeblich beeinflussen.
  2. Externe Stakeholder (z. B. Kunden und Zulieferer)

    • Einfluss: Die Kunden und Zulieferer müssen die neuen Qualitätsanforderungen akzeptieren, da sie die Qualität der Produkte und Dienstleistungen beeinflussen.
  3. Investoren und die Geschäftsleitung

    • Einfluss: Sie haben die Entscheidung getroffen, das QMS einzuführen, und werden durch die Ergebnisse und die Rentabilität des Projekts beeinflusst.

d)

Vorteile der Einbindung eines externen Qualitätsberaters:

  1. Expertise: Der Berater bringt umfangreiche Erfahrung und Fachwissen mit, das intern möglicherweise nicht vorhanden ist.
  2. Objektivität: Ein externer Berater kann die bestehenden Prozesse objektiv bewerten und Verbesserungspotenziale aufzeigen.

Nachteile der Einbindung eines externen Qualitätsberaters:

  1. Kosten: Ein externer Berater kann hohe Kosten verursachen, insbesondere wenn die Projektdauer lang ist.
  2. Mangel an tiefem Unternehmenswissen: Der Berater kennt möglicherweise nicht alle internen Prozesse und die Unternehmenskultur, was die Umsetzung erschweren kann.
  3. Abhängigkeit: Es besteht die Gefahr, dass das Unternehmen zu stark von externen Beratern abhängig wird, anstatt eigenes Wissen aufzubauen.

e)

Berechnung des effektiven Stundensatzes der internen Fachkräfte:

  • Jahresarbeitszeit ohne Urlaub, Krankheit, und Feiertage:
    250 Arbeitstage × 7,8 Stunden/Tag = 1.950 Stunden
  • Abzüge für Urlaub, Krankheit und Feiertage:
    30 Urlaubstage + 5 Krankheitstage + 5 Feiertage = 40 Tage
    40 Tage × 7,8 Stunden/Tag = 312 Stunden
  • Effektive Arbeitszeit:
    1.950 Stunden - 312 Stunden = 1.638 Stunden
  • Jahreskosten pro Mitarbeiter: 140.000 EUR
  • Effektiver Stundensatz:
    140.000 EUR ÷ 1.638 Stunden = 85,5 EUR/Stunde

f)

Empfehlung für den Vertragstyp:
Ein Werkvertrag wäre in diesem Fall empfehlenswert, da es um die Lieferung eines klar definierten Ergebnisses geht (die Einführung des Qualitätsmanagementsystems). Ein Werkvertrag stellt sicher, dass der Berater für das Erreichen des vereinbarten Ziels bezahlt wird und die Qualität des Projekts überprüft werden kann. Ein Dienstvertrag wäre nur sinnvoll, wenn kontinuierliche Beratung oder Unterstützung benötigt wird, ohne dass ein spezifisches Ergebnis garantiert wird.